Archiv Haus & Garten
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Glossar
In unserem Glossar finden Sie Begriffe aus den Bereichen Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Schädlingsbekämpfung und Biotechnologie.
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Haus und Garten
Das Franzosenkraut ist lästig, aber lecker
Das Franzosenkraut, auch als Knopfkraut bekannt, fühlt sich fast überall zuhause. Es ist nicht eben wählerisch, wächst an Straßen- und Feldrändern ebenso wie in Gärten und auf Äckern. Das Unkraut bevorzugt stickstoffreiche, lehmige Standorte. Da es keine Fröste mag und erst im Mai keimt, ärgert es vor allem die Anbauer von Zuckerrüben und Kartoffeln. Das Franzosenkraut hat allerdings auch eine andere Seite: Viele Köche lieben es, weil sich aus den Blättern des Kleinblütigen Knopfkrautes ein schmackhafter Salat zubereiten lässt.
Kürbisse brauchen bei Hitze viel Wasser
Die Kürbispflanzen entwickeln sich prächtig. Es scheint, als könne man
ihnen beim Wachsen zuschauen. Auf dem Feld der Familie Lynders in
Niederkrüchten erreichen viele Kürbisranken nach wenigen Wochen bereits
mehr als einen Meter Länge. Im Schatten der großen Blätter gedeihen die
ersten Kürbisse.
Befall von Pflaumensägewespen eindämmen
Im Pflaumenanbau verursachen die Pflaumensägewespen immer wieder erhebliche Ausfälle. Die häufiger vorkommende Schwarze (Hoplocampa minuta) und die etwas seltenere Gelbe Pflaumensägewespe (Hoplocampa flava)
treiben ihr Unwesen vor allem im Frühjahr zur Blütezeit. Dann legen die
Insekten ihre Eier in die Kelchblätter. Die Larven entwickeln nach dem
Ausschlüpfen einen mächtigen Appetit. Sie höhlen die Fruchtknoten und
die Früchte von innen aus.
Der prächtige Rosenkäfer ist auf Blüten spezialisiert
Der metallisch grün glänzende Rosenkäfer ist zwar eng mit dem Maikäfer
und Junikäfer verwandt, aber seine Engerlinge sind im Gegensatz zu
deren keine Wurzelschädlinge. Im Kompost sind sie als Humusbildner
sogar erwünscht. Bekannt ist der bis zwei Zentimeter große Rosenkäfer
dafür, dass er sich oft stundenlang auf den Blüten hoch gewachsener
Pflanzen wie etwa Heckenrosen, Holunder, Weißdorn oder Kirschlorbeer
niederlässt. Dort verspeist er die Staubgefäße mit dem nahrhaften
Pollen, labt sich am süßen Nektar und knabbert an den Blütenblättern.
Größere Schäden richtet der Käfer nur in Ausnahmefällen an. Ohne
Staubgefäße vermehren sich Wildpflanzen allerdings nicht. So entgehen
Kleinsäugern und Vögeln allerhand Samen und Früchte.
Feuerbrand auf dem Vormarsch – Gefahr für alle Kernobstbäume
Ein Bakterium verursacht die gefährlichste Krankheit an Kernobstbäumen
und Ziergehölzen wie Zwergmispeln – den meldepflichtigen Feuerbrand. In
manchen bayerischen Gemeinden werden Gartenbesitzer gebeten, ihre
Gehölze sorgfältig zu beobachten und Symptome bei der zuständigen
Pflanzenschutzbehörde zu melden. Die sicherste Bekämpfung im
Privatgarten ist radikaler Rückschnitt, auch Rodung und Vernichtung der
kranken Pflanzenteile, denn Feuerbrand kann nur mit Antibiotika
bekämpft werden, für die eine Sondergenehmigung erforderlich ist.
Farben, Formen, Muster und Größen - der Kürbis beeindruckt durch seine Vielfalt
Die Kürbissamen haben es eilig. Im Gewächshaus von Herbert Lynders in
Niederkrüchten schiebt einer nach dem anderen schon wenige Tage nach
der Saat die ersten Keimblätter mutig aus dem Boden und drängt mit
Macht ans Licht. Die kleinen Kürbispflanzen haben noch viel vor, denn
bis zum Herbst wollen sie prächtige, strahlende Früchte entwickeln.
Wider den Schneckenfraß
Bei feuchter Witterung fressen sie wieder und platzieren ihre Eigelege
mitten in die schönsten Salatköpfe: Schnecken können zum Schrecken der
Gartenfreunde werden. Wenn Vorbeugen nicht reicht, ist Bekämpfung
angesagt. Dabei ist Sicherheit oberstes Gebot! Wie Schneckenmittel
sicher zu handhaben sind, und wie man die gefräßigen Weichtiere durch
vorbeugende Maßnahmen fernhalten kann – hier ein paar Tipps.
Vom Fußballrasen in Südafrika…
Rund um den Erdball grassiert das Fußballfieber. Für das Großereignis des Jahres muss alles perfekt sein. Das gilt auch für den Rasen auf dem die hochbezahlten Kicker der Welt ihr Können zeigen. Doch in Südafrika ist manches anders, auch der Rasen. „So einen Rasen wie in Südafrika würde man in Deutschland nicht finden“, erklärt Dr. Klaus Müller-Beck. Auf der südlichen Halbkugel, so berichtet der Vorsitzende der Deutschen Rasengesellschaft, bevorzuge man „warm season grasses“ (Gräser für warme Jahreszeiten) wie das Kikuyu-Gras und das Bermuda-Gras, während in der nördlichen Hemisphäre die „cool season grasses“ (Gräser für kalte Jahreszeiten) vorherrschen.
Köstlicher Rhabarber
Die ersten Rhabarber-Stiele sind im April erntefähig, die letzten sollten spätestens Mitte Juli gezogen werden. Aber nur die Stängel sind essbar. Die Blätter dieses aus Asien eingewanderten Knöterichgewächses können gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen.
Gespinstmotte verwandelt Gehölze in gespenstische Gebilde
Der Anblick erinnert an Horrorfilme. An vielen Orten Deutschlands verhüllen die dichten weißen Netze der Gespinstmotten die verschiedensten Gehölze. Die Gespinste schützen die Raupen dieser Mottenart vor Fressfeinden und auch vor Pflanzenschutzmitteln.
