Profil Online — Magazin für Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Schädlingsbekämpfung und Biotechnologie

Archiv Forschung & Technik

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Forschung & Technik

Autopiloten auf dem Acker für mehr Präzision in der Landwirtschaft

Der Autopilot lenkt, der Fahrer konzentriert sich voll auf Kontrollaufgaben. Augenmaß ist gut - ein präzises Lenksystem ist besser, wenn man auf dem Acker zentimetergenau arbeiten will. Die Systeme versprechen Vorteile für Landwirte und Umwelt. Dabei sorgt die Technik dafür, dass der Traktorfahrer mit seinen Maschinen keine noch so kleine Teilfläche seines Ackers doppelt bearbeitet oder auslässt. Präzisions-Landwirtschaft war ein Megatrend auf der Agritechnica, der weltweit bedeutendsten Landtechnikmesse im November 2009 in Hannover.

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Erste Genbank für eine Zierpflanze: Die Deutsche Genbank Rose

Die prächtige Wildrose Rosa x alba L. 'Nivea'Das ist genetische Vielfalt: Zwischen 30 000 und 50 000 Rosensorten verschönern die Welt. Das Europa-Rosarium im sachsen-anhaltinischen Sangerhausen beherbergt die umfangreichste Rosensammlung der Welt. Die Rose ist die erste Zierpflanze, die in einer solchen nationalen Genbank erfasst und deren genetisches Material systematisch erhalten werden soll. Im vergangenen Sommer eröffnete der Präsident der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Dr. Robert Kloos, die Deutsche Genbank Rose im Europa-Rosarium Sangerhausen.

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Der Anthraknose vorbeugen

Feldbestand Blaue Lupine Sorte ProborIn Deutschland werden rund 20 000 Hektar Lupinen angebaut, wobei sich die Blaue Lupine durchgesetzt hat. Die gelben und weißen, durch ihre großen und kerzenförmigen Blütenstände auffälligen Pflanzen, sind in den vergangenen Jahren fast vollständig von der Bildfläche verschwunden. Schuld ist die Anthraknose, die weltweit bedeutendste Krankheit dieser Hülsenfrucht, ausgelöst durch Colletotricum lupini, einen pilzlichen Erreger.

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Baumwolle: mit Rückenwind durch FAO?

Baumwolle ist die Existenzgrundlage für viele Bauern in Entwicklungsländern.Auch wenn es nur wenige bemerkt haben: 2009 war das internationale Jahr der Naturfasern. Die FAO, die „Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation“ der Vereinten Nationen, machte damit auf die große Bedeutung von Baumwolle, Wolle oder Jute für eine nachhaltige Entwicklung aufmerksam. Baumwolle ist unter anderem die Existenzgrundlage für rund 100 Millionen Kleinbauernfamilien. Das „weiße Gold“ steht im Wettbewerb mit synthetischen Fasern, die mit homogenen Qualitäten und günstigen Preisen punkten können.

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Angst vor MON810-Mais unbegründet

Dem zerstörerischen Maiszünsler verdirbt der gentschnisch veränderte Mais den Appetit.Seit 1998 ist der gentechnisch veränderte Mais MON810 in Europa zugelassen und wird in mehreren Ländern angebaut. Da die Zulassung nach diesen zehn Jahren ausgelaufen ist, wurde eine Neuzulassung auf der Grundlage aktueller, von allen Mitgliedstaaten beschlossener EU-Rechtsvorschriften beantragt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat eine umfassende Sicherheitsbewertung vorgenommen und kam zu dem Schluss, dass MON810 genauso wie herkömmlicher Mais als Futter- und Lebensmittel sicher ist und auch auf die Umwelt keine unerwünschten Wirkungen hat. Dies belegt die Behörde in einer Stellungnahme, die als Vorschlag für die Entscheidung der EU-Kommission über eine Neuzulassung dient.

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Pflanzenforschung erleben

Interessierte Besucher unterwegs im Schaugarten Üplingen„Pflanzenforschung erleben“ ist das Motto des Schaugartens Üplingen in der Magdeburger Börde. Hier erforschen Züchter und Wissenschaftler neue Pflanzen und präsentieren sie der Öffentlichkeit. Geschützt vor der Zerstörung durch Gentechnik-Gegner wachsen gentechnisch veränderte Kartoffeln, Zuckerrüben, Weizen und Mais heran. Interessierte Besucher sind im Schaugarten willkommen. Profil sprach mit Dr. Uwe Schrader, dem Mitbegründer und jetzt ehrenamtlichen Beiratsmitglied des Schaugartens Üplingen.

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Kraut- und Knollenfäule - der größte Feind der Kartoffel

Schnitt durch eine von der Knollenfäule befallene Kartoffel.Die Kraut- und Knollenfäule vernichtet bei Kartoffeln weltweit jährlich Ernteerträge im Wert von etwa drei Milliarden Euro. Befallene Pflanzen sterben in rasantem Tempo ab, sobald Wind und Regen massenweise Sporen des pilzlichen Krankheitserregers auf die Blätter der Kartoffelpflanzen befördert haben. Ohne wirksame Pflanzenschutzmittel und immer neue Wirkmechanismen wären die Verluste noch bedeutend größer. Mit der Entschlüsselung seines Genoms* hat eine internationale Forschungsgruppe mit Wissenschaftlern aus 35 Forschungseinrichtungen aus sechs Ländern eine Möglichkeit eröffnet, dem gefährlichen Pilz Einhalt zu gebieten.

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Blütenthrips – Schaderreger an über 200 Zierpflanzen

Elisabeth Götte mit Betriebsleitern auf der Suche nach dem Blütenthrips.Ganzjährig milde Temperaturen und ein reiches Nahrungsangebot sind für den Schädling ideal. Kann er sich ausbreiten, verursacht er beträchtliche Schäden, denn befallene Blüten sind kaum verkäuflich. Gartenbaubetriebe setzen auf den integrierten Pflanzenschutz: Mit einer rechtzeitigen Insektizid-Behandlung und dem anschließenden Einsatz von Nützlingen beugen sie größeren Verlusten vor.

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Pflanzenschutzeinsatz zu halbieren rechnet sich nicht

Der größte Teil der Versuchsfläche in Dahnsdorf aus der Luft.Seit 14 Jahren untersucht das Julius Kühn-Institut im brandenburgischen Dahnsdorf in Dauerfeldversuchen die Auswirkungen verschiedener Pflanzenschutzstrategien. Ergebnis: Reduziert man die Aufwandmenge jahrelang um 50 Prozent, nehmen Unkräuter und Pilzerkrankungen überhand. Landwirte würden empfindliche Ertragseinbußen erleiden.

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Natürliche Selbstverteidigung gegen Maiswurzelbohrer

Nützliche NematodenWinzige Fadenwürmer könnten mithelfen, den Westlichen Maiswurzelbohrer auf natürliche Weise zu stoppen. Angelockt von einem Duftstoff der bedrohten Maispflanze greifen die Nematoden die Larven des Maiswurzelbohrers an. Die Käferlarven sterben ab, die Wurzeln bleiben verschont. Die Fähigkeit, mit ihrem Duftstoff Nematoden anzulocken ist im Zuge der Züchtung mancher Hochertragssorten verloren gegangen. So konnte sich der Maisschädling ausbreiten, seit 2007 auch in Deutschland. Nun ist es Forschern gelungen, das Duftstoffgen in eine Maissorte zu transplantieren. Mit Erfolg.

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