Apollofalter und Fetthenne wieder da
Der Apollofalter (Parnassius apollo) hat sich im Moseltal wieder etabliert. Noch vor zehn Jahren war er fast völlig verschwunden. Nun bevölkern er und seine Wirtspflanze Weiße Fetthenne (sedum album), die Steilhänge der Untermosel. Pheromonfallen anstelle von Insektiziden und die Wiederansiedlung der Fetthenne haben dazu beigetragen. Parnassius apollo kommt in Deutschland neben der Mosel nur noch in der Schwäbischen Alb und im Altmühltat vor.
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Russland - nun auch noch Heuschreckenplage
Wald- und Torfbrände, Dürreschäden und jetzt noch Heuschrecken! Rund 1,8
Millionen Hektar Getreidefläche werden seit Ende Mai von einer
ungewöhnlich heftigen Heuschreckenplage heimgesucht. Milliarden von
Insekten verwüsten die Felder in Süd-Russland an der Grenze zu
Kasachstan. Ein Schwarm von gut einer Milliarde Tieren vertilgt etwa 1,5 Millionen Kilogramm Pflanzenmasse pro Tag. Bekämpft werden die Heuschrecken meist mit Insektiziden. Dem Gouverneur von Astrachan schwebt dagegen vor, die nahrhaften Insekten zu konservieren und als Delikatessen zu exportieren und an Restaurants zu verkaufen.
Immer mehr Bettwanzen – auch in Europa
Der Bettwanzen-Albtraum in New York kann die Europäer keineswegs kalt lassen. Die im Dunkeln Blut saugenden Wanzen verstecken sich gern unbemerkt im Reisegepäck. Auf diesem Weg vergrößern sie auch hier zu Lande die Zahl ihrer Artgenossen. Diese ist in den letzten Jahren stark gestiegen. 2009 mussten beispielsweise in Berlin die Schädlingsbekämpfer 471 Mal ausrücken – mehr als doppelt so viele Einsätze wie 2007! In den USA wurden 2009 für die Bekämpfung der Insekten 260 Millionen Dollar ausgegeben. Da Bettwanzen in Deutschland nicht meldepflichtig sind, dürfte die Dunkelziffer hoch sein.
Alles rund um die Bettwanze und Bekämpfungsmaßnahmen unter Globalisierungsgewinnerin: Die Bettwanze
Giftraupen des Eichenprozessionsspinnern verursachen Schulschließung
Hautausschläge und Asthmaanfälle können die Brennhaare der Raupen
des Eichenprozessions- spinners auslösen. Sie dringen bis in die Städte
vor, selbst bis auf Balkone. Im Rhein-Main-Gebiet wurden die Raupen
nach dem Schlüpfen an bekannten „Brennpunkten“ mit einem biologischen
Pflanzenschutzmittel bekämpft. In Kommunen rund um Frankfurt sind die
Befallswerte in diesem Jahr gestiegen. Dort werden die Gespinstnester
in den Bäumen abgesaugt. Im Norden Düsseldorfs musste im Juni ein Teil
des Rheinuferwegs gesperrt und eine Grundschule geschlossen werden.
Was zu tun ist, wenn die Raupenprozessionen im Garten auftauchen, unter Vorsicht Raupen!
Wider den Schneckenfraß
Bei feuchter Witterung fressen sie wieder und platzieren ihre Eigelege
mitten in die schönsten Salatköpfe: Schnecken können zum Schrecken der
Gartenfreunde werden. Wenn Vorbeugen nicht reicht, ist Bekämpfung
angesagt. Dabei ist Sicherheit oberstes Gebot! Wie Schneckenmittel
sicher zu handhaben sind, und wie man die gefräßigen Weichtiere durch
vorbeugende Maßnahmen fernhalten kann – hier ein paar Tipps.
Schöner Schmetterling mit unliebsamer Raupe
Der Duft nach Senfölen ist es, der die Kohlweißlinge zu den
Kohlpflanzen lockt. Die erste Generation der gefräßigen Raupen macht
sich etwa ab Juni bemerkbar. Die Raupen des Kleinen Kohlweißlings
können große Schäden anrichten, weil sie sich tief in Kohlköpfe
einbohren und reichlich Exkremente hinterlassen. Die Raupen des Großen
Kohlweißlings begnügen sich zwar mit den äußeren Blättern von
Kohlpflanzen, lassen aber nur die Blattrippen übrig.
Die Kiefernwanze ist da und lästig
Eigentlich in Nordamerika zuhause, hat sich die Kiefernwanze längst
auch in mehreren Ländern Europas eingelebt. Noch sind die Tiere bei uns
mehr lästig als schädlich. In ihrer Heimat, dem gemäßigt warmen Westen
der USA dagegen hinterlassen sie Schäden an Nadelbäumen und erschweren
die Verjüngung des Baumbestands.
Der Buchsbaumzünsler – gefräßiger Schädling aus Asien lässt Buchsbäume absterben
Kahlgefressene Buchsbäume - ein Schreckensbild für Privat- und
Stadtgärtner. Die Raupen des Buchsbaumzünslers verstecken sich im
Inneren des weitverbreiteten Gehölzes, fallen zunächst über die Blätter
her und fressen schließlich auch noch die Rinde. Spätestens nach zwei,
drei Jahren sind die Buchsbäume tot. In der Zwetschgenstadt Bühl
beispielsweise wachsen besonders viele Buchsbäume. Bereits im April
waren 90 Prozent befallen.
Maikäfer lässt die Kälte kalt!
Maikäfern kann es nicht zu eisig werden. Sie flüchten im Boden einfach in
tiefere Schichten. Deshalb bedeuten die langen Frostphasen dieses Winters keine
Entwarnung für den südhessischen Forst, dem in diesem Frühjahr eine
Maikäferplage droht. Dort warten bereits Millionen Maikäfer auf die
Frühlingssonne, um zu ihrem Entlaubungsflug anzusetzen. Der ist übrigens nicht
nur auf Waldbäume beschränkt.
Was dann passiert unter Maikäfer flieg – aber bitte nicht alles kahl fressen
Junikäferlarven fressen an Graswurzeln von Rasenflächen
2009 war ein gutes Jahr für Junikäfer. Nachwuchsmangel herrschte hier
nicht: Die Larven des normalerweise harmlosen Junikäfers traten in
diesem Jahr in Massen auf. Aus Salzgitter wird berichtet, dass sie
durch ihren Fraß die Grasnarbe gleich quadratmeterweise absterben
lassen. Um die Käfer einzudämmen, kann man im Frühjahr die Rasenflächen
fräsen. Zehn Zentimeter Tiefe genügen, allerdings sind mehrere
Durchgänge erforderlich. Anschließend muss der Rasen neu angesät
werden. Eine zweite Möglichkeit ist die Behandlung mit zugelassenen
Insektiziden. Hierfür kann eine Sondergenehmigung der
Landwirtschaftskammer erforderlich sein.
Winterquartier gesucht
Mehr dazu unter:
Asiatische Marienkäfer im Apfelsaft?
Asiatischer Marienkäfer plagt französische Winzer
Eingewandert und schädlich – Marienkäfer, Schnecken, Ameisen
