Apollofalter und Fetthenne wieder da
Der Apollofalter (Parnassius apollo) hat sich im Moseltal wieder etabliert. Noch vor zehn Jahren war er fast völlig verschwunden. Nun bevölkern er und seine Wirtspflanze Weiße Fetthenne (sedum album), die Steilhänge der Untermosel. Pheromonfallen anstelle von Insektiziden und die Wiederansiedlung der Fetthenne haben dazu beigetragen. Parnassius apollo kommt in Deutschland neben der Mosel nur noch in der Schwäbischen Alb und im Altmühltat vor.
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Befall von Pflaumensägewespen eindämmen
Im Pflaumenanbau verursachen die Pflaumensägewespen immer wieder erhebliche Ausfälle. Die häufiger vorkommende Schwarze (Hoplocampa minuta) und die etwas seltenere Gelbe Pflaumensägewespe (Hoplocampa flava)
treiben ihr Unwesen vor allem im Frühjahr zur Blütezeit. Dann legen die
Insekten ihre Eier in die Kelchblätter. Die Larven entwickeln nach dem
Ausschlüpfen einen mächtigen Appetit. Sie höhlen die Fruchtknoten und
die Früchte von innen aus.
Erdraupen und Drahtwürmer sind kaum zu stoppen
Erdraupen und Drahtwürmer haben in der Saatmaisvermehrung in Südbaden
schwere Schäden angerichtet. Die Saatgutvermehrer fordern die
Wiederzulassung der bewährten Neonicotinoid-Beizmittel. Die Fehler, die
2008 zum Bienensterben am Oberrhein und zum Ruhen der Zulassung geführt
hatten, sind längst behoben, aber die Wiederzulassung lässt auf sich
warten.
In Massen lästig: Die Trauermücke
Trauermücken stechen zwar nicht, sind aber ausgesprochen lästig, weil sie meist massenhaft auftreten. Ihre Larven jedoch können Topfpflanzen zum Verhängnis werden.
Borkenkäfer bohren in Wacholder und Thuja
Im Frühjahr fallen sie besonders deutlich ins Auge: braune,
vertrocknete Seitentriebe an Wachholder und Thuja. Borkenkäfer tun ihr
Zerstörungswerk bevorzugt an zypressenartigen Koniferen und so
heimlich, dass sie oft erst nach Jahren entdeckt werden. Rund um Berlin
und Potsdam sowie in der Lausitz haben sich die Schädlinge in neu
bepflanzten Gärten ausgebreitet. Werden sie zu spät bemerkt, sterben
ganze Hecken oder Ziergehölze ab.
Pyrethroidresistenz bei Rapsschädlingen breitet sich aus
Dem Rapsglanzkäfer (Meligethes aeneus) soll es an den Kragen gehen. Auf
einer Fläche von rund 275 000 Hektar rechnen Experten für 2010 in
Winter- und Sommerraps mit starkem Befall durch den schwarzen Käfer,
der sich mit Vorliebe über Rapspollen hermacht. Dabei frisst der Käfer
Löcher in die Blütenknospen. Den Landwirten droht schwerer
wirtschaftlicher Schaden, da sich bei starkem Befallsdruck kaum Schoten
mit Samen entwickeln können.
Waldmaikäfer bedrohen Südhessens Wälder
Der Waldmaikäfer (Melolontha hippocastani) ist ein überaus gefräßiges und deshalb auch seit Jahrhunderten gefürchtetes Insekt. In diesem Jahr droht dem Hessischen Ried ein Luftangriff der Waldmaikäfer in bisher ungekanntem Ausmaß. „Die Befallsdichte und Vitalität der Population sind sehr hoch. Das bereitet uns Förstern Sorge um die Walderhaltung im Ballungsraum zwischen Lampertheim und Darmstadt“, sagt Dr. Horst Gossenauer-Marohn, Waldschutzexperte in der Landesbetriebsleitung Hessen-Forst in Kassel.
Schädlinge mit Überlebensstrategien - auch für härteste Winter
Nicht nur Wildtiere überleben eisige Wintermonate, sondern auch
Schädlinge. Die einen wie die anderen entwickeln ihre besonderen
Überlebensstrategien. Schnecken legen schon im Herbst ihre Eier im
Boden ab und suchen selbst tiefe, frostfreie Bodenschichten auf. Die
Grüne Pfirsichblattlaus legt ihr Winterei im Spalt zwischen Knospe und
Stamm junger Zweige möglichst von Pfirsichbäumen ab. Die Käfer und
Puppen der Borkenkäfer überstehen selbst lange Kälteperioden hinter der
Baumrinde. Nur für ihre Eier und junge Larvenstadien können lang
anhaltende Tiefsttemperaturen problematisch sein. Mit Ende des Winters
sollten Obstbäume auf Überwinterungsformen kontrolliert werden.
Mehr dazu unter:
So trotzen Schädlinge dem Winter
Fruchtmumien und Hexenbesen: Wo Schädlinge an Obstbäumen überwintern
Tierische Schaderreger im Weinberg - Herausforderung für Winzer 2009
Der Jahrgang 2009 ist von hoher Qualität. Die Erntemenge dagegen sank im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent. Verursacht haben die Rückgänge vor allem pilzliche und tierische Schaderreger, die den Weinstöcken zunehmend zu schaffen machten. Hinzu kam, dass einige Nützlinge neuerdings als Schädlinge auffällig geworden sind.
Flechten an Baumstämmen – die Symbiose aus Pilzen und Algen
Auffallend gelblich-krustige Beläge tauchen an immer mehr Bäumen und
Sträuchern und auf Steinen auf: Flechten. Sie sind an sich nicht
schädlich, aber Schaderreger nutzen sie gern als Winterquartier.
Deshalb empfiehlt sich eine Beseitigung.
Tabak oder Tomaten – dem Baumwollkapselwurm schmeckt alles
Der Baumwollkapselwurm (Helicoverpa armigera) ist nicht wählerisch. Bisher machte er sich regelmäßig über Tomaten, Mais oder Rosen her. In diesem Jahr schmeckte ihm der Tabak besonders gut. „Im Rheintal hat er ziemlich heftige Fraßschäden am Tabak verursacht“, berichtet Dr. Reinhard Albert vom Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg, Außenstelle Stuttgart.
