Apollofalter und Fetthenne wieder da
Der Apollofalter (Parnassius apollo) hat sich im Moseltal wieder etabliert. Noch vor zehn Jahren war er fast völlig verschwunden. Nun bevölkern er und seine Wirtspflanze Weiße Fetthenne (sedum album), die Steilhänge der Untermosel. Pheromonfallen anstelle von Insektiziden und die Wiederansiedlung der Fetthenne haben dazu beigetragen. Parnassius apollo kommt in Deutschland neben der Mosel nur noch in der Schwäbischen Alb und im Altmühltat vor.
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Thema
Köstlicher Rhabarber
Die ersten Rhabarber-Stiele sind im April erntefähig, die letzten sollten spätestens Mitte Juli gezogen werden. Aber nur die Stängel sind essbar. Die Blätter dieses aus Asien eingewanderten Knöterichgewächses können gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen.
Neue Reissorte widersteht Kälte
Unerwartete Kälteeinbrüche führen in Südkorea und China immer wieder zu drastischen Ernteausfällen. Ähnliches passierte im Dezember 2009 im indischen Staat Orissa und in Vietnam im Februar 2008. Da die Ertragssteigerungen in der Reisproduktion nicht mit dem Bevölkerungswachstum Schritt halten, soll eine kältetolerante Reissorte helfen, Ernten zu sichern. So könnten auch Anbaugebiete, die bislang nur als bedingt geeignet galten, für den Reisanbau genutzt werden. Reis ist das Grundnahrungsmittel für mehr als die Hälfte der Menschheit und macht in Asien 80 Prozent der gesamten Nahrung aus. 90 Prozent der weltweiten Reisernte wird von Kleinbauern und -bäuerinnen erzeugt. Weltweit größter Reisproduzent ist China.
Möhren im Test: Verbraucher geben Möhren aus Integrierter Produktion den Vorzug
„Das war eine Überraschung. Ich hatte gedacht, dass man Biomöhren
deutlicher von Möhren aus Integrierter Produktion unterscheiden kann“,
sagte Dr. Karin Postweiler vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum
Rheinpfalz (DLR-Rheinpfalz). Um herauszufinden, ob und wenn ja, welche
Geschmacksunterschiede zwischen Möhren aus biologischem Anbau und
Integrierter Produktion bestehen, führten Mitarbeiter des
DLR-Rheinpfalz beim Tag der offenen Tür in Neustadt an der Weinstraße
Anfang September eine Möhren-Blindverkostung mit 487 Verbrauchern
durch.
Die Walnuss – auch eine harte Schale schützt nicht vor Eindringlingen
Der Walnussbaum hat viel zu bieten: edelstes Holz* und beste Nüsse*.
Gründe für die Stadt Frankfurt am Main, ihn in die Baumschutzverordnung
aufzunehmen, denn er hat sich in Deutschland ein wenig rar gemacht.
Größere Baumbestände gibt es in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg.
Mitte September bis Ende Oktober sind die Nüsse reif. Wenn sie sich aus
ihrer grünen, aufbrechenden Fruchtschale befreit haben, fallen sie von
selbst vom Baum. Das kann sich bis zu den ersten Frösten hinziehen,
ohne dass es den Nüssen schadet, vorausgesetzt, man sammelt sie schnell
genug auf. Die stattlichen Bäume bilden reichlich Früchte. Bittere oder
faulende Nüsse und Schädlingsbefall sind aber keine Seltenheit. In
diesem Jahr hat sich hier zu Lande die Walnussfruchtfliege besonders
hervor getan.
Lautlose Hungerkrise: Gefahr für den Weltfrieden?
„Wir brauchen dringend einen Konsens darüber, dass der Hunger in der Welt völlig und rasch ausgerottet wird“, fordert Jacques Diouf, Generaldirektor der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO). Erstmals hungern 2009 über eine Milliarde Menschen. Das heißt, jeder sechste Mensch auf der Welt hat nicht genug zu essen oder leidet an Unterernährung. In vielen Ländern wird mit einem weiteren Anstieg der Lebensmittelpreise gerechnet, so dass die Zahl der Hungernden im Laufe des Jahres voraussichtlich um elf Prozent steigen wird.
Moderne Landwirtschaft ernährt die Welt und schont die Umwelt
2300 Quadratmeter – so viel Anbaufläche steht heute im Durchschnitt pro Erdenbürger zur Verfügung. Darauf wachsen sein Obst und Gemüse, Getreide, Kartoffeln und Zuckerrüben, das Futter, von dem sich Rinder, Schweine und Hühner ernähren und die Trauben für das Gläschen Wein oder Sekt, aber auch die Baumwolle für Jeans und T-Shirts und neuerdings sogar Biodiesel für den Autotank. Doch die Bevölkerung wächst weiter: Bis zum Jahr 2030 leben 8,3 Milliarden Menschen auf unserem Planeten, und die verfügbare Anbaufläche schrumpft auf 1300 Quadratmeter pro Kopf. Möglichst viele Menschen ausreichend zu ernähren ist eine der großen Herausforderungen der Zukunft.
Bananen: In 20 Tagen um die halbe Welt
Gleichmäßig gelb, noch nicht ganz reif und ohne braune Flecken und Beschädigungen – so sieht die ideale Banane im Verkaufsregal aus. Dafür sind logistische Meisterleistungen erforderlich. Schließlich müssen die Früchte per Schiff, Zug und Lkw meist um die halbe Welt vom Anbauland bis zu uns transportiert werden. Die Tropenfrüchte sind sehr empfindlich und werden wie rohe Eier behandelt.
Welches Mehl für's Weihnachtsgebäck?
Im Herbst 2007 wurde er ausgesät, jetzt steckt er in Mehltüten in Küchen und Bäckereien. Der Weizenjahrgang 2008 ist beim Verbraucher angekommen. Für die weihnachtlichen Backspezialitäten stehen verschiedene Mehlsorten zur Wahl.
Kaufen Europäer gentechnisch veränderte Lebensmittel – wenn sie können?
Viele Meinungsumfragen erwecken den Eindruck, dass die europäischen Verbraucher Lebensmittel „mit Gentechnik“ eher ablehnen. Eine Gruppe europäischer Wissenschaftler hat zwei Jahre lang in zehn EU-Ländern* das tatsächliche Kauf-Verhalten untersucht. Dabei stellte sich heraus: Wenn Europäer die Möglichkeit haben, solche Lebensmittel zu kaufen, dann greifen sie auch zu. Das berichtete die Koordinatorin dieses EU-Projekts, Professor Vivian Moses vom King’s College London.
Verbraucherschutz: Vom Supermarkt zurück auf`s Feld
Wie lange dauert es festzustellen, aus welchen Erzeugerbetrieben und von welchen Großhändlern das Obst und das Gemüse im Verkaufsregal stammen? Die QS Qualität und Sicherheit GmbH prüfte das im Sommer 2008 an Erzeugnissen, die sie mit ihrem Qualitätssicherungssystem zertifiziert hat.
