Profil Online — Magazin für Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Schädlingsbekämpfung und Biotechnologie

Apollofalter und Fetthenne wieder da

Der Apollofalter stammt ursprünglich aus den Alpen und den Gebirgen Eurasiens. Er bevorzugt warme und sonnige Felshänge und hat viele Unterarten entwickelt.

Der Apollofalter (Parnassius apollo) hat sich im Moseltal wieder etabliert. Noch vor zehn Jahren war er fast völlig verschwunden. Nun bevölkern er und seine Wirtspflanze Weiße Fetthenne (sedum album), die Steilhänge der Untermosel. Pheromonfallen anstelle von Insektiziden und die Wiederansiedlung der Fetthenne haben dazu beigetragen. Parnassius apollo kommt in Deutschland neben der Mosel nur noch in der Schwäbischen Alb und im Altmühltat vor.

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Thema

Genetische Vielfalt der Reben erhalten

GeilweilerhofDer Startschuss fiel am 9. Juli 2010. Seitdem bietet die Deutsche Genbank Reben (DGR) die Möglichkeit, kostenlos historische Rebsorten in deutscher Sprache zu recherchieren. Derzeit werden die Daten noch eingepflegt, aber wenn die Genbank fertig ist, werden 2 500 Rebsorten mit etwa 5 000 Akzessionen (Mustern) aufrufbar sein. Die DGR will dazu beitragen, den genetischen Reichtum der alten Kulturpflanze Wein zu bewahren. Jeder Interessierte kann kostenlos Züchtungen erhalten.

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USA: gentechnisch veränderte Pflanzen auch 2010 auf dem Vormarsch

Gegenüber dem Vorjahr ist die Anbaufläche von gv-Baumwolle in den USA um 19 Prozent gewachsenSojabohnen sind der Spitzenreiter beim Anbau von gv-Pflanzen in den USA. Ihre Anbaufläche hat 2010 mit 29,7 Millionen Hektar einen Anteil von 93 Prozent an der Gesamtanbaufläche dieser Kultur. Noch größer ist mit 30,5 Millionen Hektar die Fläche, auf der gentechnisch veränderte Mais-Sorten angebaut werden. Sie belegen damit aktuell einen Anteil von 86 Prozent. Besonders auffällig ist der Zuwachs bei der gv-Baumwolle: 19 Prozent mehr als im Vorjahr. Das sind 4,1 Millionen Hektar. Sie entsprechen 93 Prozent der Baumwollanbaufläche der USA.

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Züchtung mit Gentechnik – ihre nützliche Seite

Auch der Soja-Anbau mit gentechnisch veränderten Pflanzen steigtSchneller als jede andere landwirtschaftliche Innovation hat sich die Pflanzen-Biotechnik seit 1995 entwickelt. Während vor allem in Europa heftig über Grüne Gentechnik gestritten wird, bauen weltweit 14 Millionen Bauern Pflanzen an, die mit Hilfe der Gentechnik gezüchtet wurden. Seit 2009 sind es 25 Länder, davon zu 90 Prozent Entwicklungsländer, die auf insgesamt 134 Millionen Hektar gv-Pflanzen anbauen – nicht nur mit wirtschaftlichem Erfolg: Auch die Umwelt profitiert. Die Anbaufläche ist heute dreimal so groß ist wie die der Bundesrepublik Deutschland.

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Gentechnik- Flächen weiter im Aufwärtstrend

Es ist abzusehen, dass in Zukunft, etwa auf den Philippinen,  auch gentechnisch veränderter Reis angebaut wird.Auf 134 Millionen Hektar werden heute gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut. Damit sind die Flächen 2009 weltweit erneut um sieben Prozent gewachsen. Insgesamt setzen 14 Millionen Landwirte, vorwiegend Kleinbauern, auf diese Pflanzen, 13 Millionen davon in Ländern der Dritten Welt.

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Amflora kommt

Die gentechnisch veränderte Kartoffel soll für die Erzeugung industrieller Stärke eingesetzt werden.Mit der neuen Stärkekartoffel Amflora kann Papier mit weniger Energie, weniger Wasser und weniger Zusatzstoffen hergestellt werden. Gelungen ist die Züchtung mit Hilfe einer gentechnischen Veränderung. Die neue Kartoffelpflanze bildet in ihren Knollen nur noch einen Stärketyp, die für technische Zwecke wertvolle Amylopektinstärke. Die bisher notwendige, aber unwirtschaftliche Trennung des Gemisches zweier Stärketypen erübrigt sich. Als Lebensmittel kommt die neue Kartoffelsorte nicht zum Einsatz.

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Landwirte klagen gegen Verbot von MON810-Mais

Schaden durch Maiszünslerbefall an einem MaiskolbenMassiver Maiszünslerbefall hat in den vergangenen Jahren erhebliche Ernteverluste und Einkommenseinbußen nach sich gezogen. Landwirte aus Unterfranken klagen nun gegen das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Sie verlangen Schadensersatz. Bundesweit wird der jährliche Schaden durch den Maiszünsler auf elf bis zwölf Millionen Euro beziffert.

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Naturwissenschaft hautnah - Schüler isolieren DNA aus einer Maissorte

SchülerInnen im SchullaborGesucht wird das Gen aus dem Bacillus thuringiensis, das eine Maissorte vor verschiedenen schädlichen Insekten schützt. Dazu trennen die Schüler im Labor des Wilhelm-Raabe-Gymnasiums in Hannover die Erbsubstanz (DNA) einer gentechnisch veränderten Maissorte in einzelne Bestandteile auf und machen so die Gene sichtbar. Das Gymnasium gehört zum Modellprojekt HannoverGEN. Hier können Schüler in Schullaboren wissenschaftlich und didaktisch betreut selbst experimentieren. Und die Diskussion ethischer Fragen im Unterricht gehört dazu.

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HannoverGEN bringt Grüne Gentechnik in die Schule

SchülerInnen im SchullaborWas ist überhaupt Grüne Gentechnik? Welche Vorteile soll der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen bringen? Sind damit Risiken verbunden und wenn ja, welche? HannoverGEN informiert sachlich auf wissenschaftlicher Basis über ein Reizthema. In Schullaboren werden Schüler an die innovative Technik herangeführt. Im Unterricht setzen sie sich mit den ethischen Aspekten dieser modernen Biotechnologie auseinander. Die Projektverantwortlichen ziehen eine positive Zwischenbilanz.

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Angst vor MON810-Mais unbegründet

Dem zerstörerischen Maiszünsler verdirbt der gentschnisch veränderte Mais den Appetit.Seit 1998 ist der gentechnisch veränderte Mais MON810 in Europa zugelassen und wird in mehreren Ländern angebaut. Da die Zulassung nach diesen zehn Jahren ausgelaufen ist, wurde eine Neuzulassung auf der Grundlage aktueller, von allen Mitgliedstaaten beschlossener EU-Rechtsvorschriften beantragt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat eine umfassende Sicherheitsbewertung vorgenommen und kam zu dem Schluss, dass MON810 genauso wie herkömmlicher Mais als Futter- und Lebensmittel sicher ist und auch auf die Umwelt keine unerwünschten Wirkungen hat. Dies belegt die Behörde in einer Stellungnahme, die als Vorschlag für die Entscheidung der EU-Kommission über eine Neuzulassung dient.

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Pflanzenforschung erleben

Interessierte Besucher unterwegs im Schaugarten Üplingen„Pflanzenforschung erleben“ ist das Motto des Schaugartens Üplingen in der Magdeburger Börde. Hier erforschen Züchter und Wissenschaftler neue Pflanzen und präsentieren sie der Öffentlichkeit. Geschützt vor der Zerstörung durch Gentechnik-Gegner wachsen gentechnisch veränderte Kartoffeln, Zuckerrüben, Weizen und Mais heran. Interessierte Besucher sind im Schaugarten willkommen. Profil sprach mit Dr. Uwe Schrader, dem Mitbegründer und jetzt ehrenamtlichen Beiratsmitglied des Schaugartens Üplingen.

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