Apollofalter und Fetthenne wieder da
Der Apollofalter (Parnassius apollo) hat sich im Moseltal wieder etabliert. Noch vor zehn Jahren war er fast völlig verschwunden. Nun bevölkern er und seine Wirtspflanze Weiße Fetthenne (sedum album), die Steilhänge der Untermosel. Pheromonfallen anstelle von Insektiziden und die Wiederansiedlung der Fetthenne haben dazu beigetragen. Parnassius apollo kommt in Deutschland neben der Mosel nur noch in der Schwäbischen Alb und im Altmühltat vor.
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Naturwissenschaft hautnah - Schüler isolieren DNA aus einer Maissorte
Gesucht wird das Gen aus dem Bacillus thuringiensis, das eine Maissorte
vor verschiedenen schädlichen Insekten schützt. Dazu trennen die
Schüler im Labor des Wilhelm-Raabe-Gymnasiums in Hannover die
Erbsubstanz (DNA) einer gentechnisch veränderten Maissorte in einzelne
Bestandteile auf und machen so die Gene sichtbar. Das Gymnasium gehört
zum Modellprojekt HannoverGEN. Hier können Schüler in Schullaboren
wissenschaftlich und didaktisch betreut selbst experimentieren. Und die
Diskussion ethischer Fragen im Unterricht gehört dazu.
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HannoverGEN bringt Grüne Gentechnik in die Schule
Was ist überhaupt Grüne Gentechnik? Welche Vorteile soll der Anbau von
gentechnisch veränderten Pflanzen bringen? Sind damit Risiken verbunden
und wenn ja, welche? HannoverGEN informiert sachlich auf
wissenschaftlicher Basis über ein Reizthema. In Schullaboren werden
Schüler an die innovative Technik herangeführt. Im Unterricht setzen
sie sich mit den ethischen Aspekten dieser modernen Biotechnologie
auseinander. Die Projektverantwortlichen ziehen eine positive
Zwischenbilanz.
Baumwolle: mit Rückenwind durch FAO?
Auch wenn es nur wenige bemerkt haben: 2009 war das internationale Jahr
der Naturfasern. Die FAO, die „Ernährungs- und
Landwirtschaftsorganisation“ der Vereinten Nationen, machte damit auf
die große Bedeutung von Baumwolle, Wolle oder Jute für eine nachhaltige
Entwicklung aufmerksam. Baumwolle ist unter anderem die
Existenzgrundlage für rund 100 Millionen Kleinbauernfamilien. Das
„weiße Gold“ steht im Wettbewerb mit synthetischen Fasern, die mit
homogenen Qualitäten und günstigen Preisen punkten können.
Grüne Gentechnik: Teufelszwirn mit eigener Waffe geschlagen
Der Teufelszwirn (Cuscuta) windet sich um Nutzpflanzen, entzieht ihnen Nährstoffe und verursacht immense Ernteschäden, vorzugsweise in warmen Regionen. Eine Forschungsgruppe unter Leitung des Pflanzenwissenschaftlers Professor Ralf Kaldenhoff hat das gentechnische Verfahren weiter entwickelt, das die Nutzpflanze vor Angriffen des Parasiten schützt, indem diese ein Abwehr-Polypeptid produziert. Zurzeit laufen erste Freilandversuche in Kooperation mit dem israelischen Newe Yaár Research Center und der palästinensischen Arab American University. Freilandversuche mit Grüner Gentechnik sind in Deutschland strengen Gesetzen unterworfen. „Für die Versuche in der Nahost-Region spricht, dass der Teufelszwirn in wärmeren Klimazonen einen hohen Befallsdruck erzeugen kann“, so Kaldenhoff. In Deutschland kommt diese parasitische Pflanze nicht vor.
