Profil Online — Magazin für Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Schädlingsbekämpfung und Biotechnologie

Apollofalter und Fetthenne wieder da

Der Apollofalter stammt ursprünglich aus den Alpen und den Gebirgen Eurasiens. Er bevorzugt warme und sonnige Felshänge und hat viele Unterarten entwickelt.

Der Apollofalter (Parnassius apollo) hat sich im Moseltal wieder etabliert. Noch vor zehn Jahren war er fast völlig verschwunden. Nun bevölkern er und seine Wirtspflanze Weiße Fetthenne (sedum album), die Steilhänge der Untermosel. Pheromonfallen anstelle von Insektiziden und die Wiederansiedlung der Fetthenne haben dazu beigetragen. Parnassius apollo kommt in Deutschland neben der Mosel nur noch in der Schwäbischen Alb und im Altmühltat vor.

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Thema

Widerlegte mit Mikroskop die Urzeugung: Julius Kühn

Julius Kühn mit dem Modell eines Mutterkorns am 18. Oktober 1895 im Hörsaal des Landwirtschaftlichen Institutes.Bis Mitte des 19. Jahrhunderts herrschte in Fachkreisen die Meinung vor, dass überirdische Kräfte („Urzeugung“) oder schwache Pflanzen („Konstitutionstheorie“) die Ursachen für Pflanzenkrankheiten seien. Julius Kühn (1825 – 1910) reichten diese Erklärungen nicht. Unter dem Mikroskop und in unzähligen Versuchen identifizierte er pilzliche und tierische Schaderreger. Sein großes Wissen gab er an seine Studenten weiter. Er gilt als Begründer des modernen agrarwissenschaftlichen Studiums.

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Die CeBIT des modernen Ackerbaus

Rund 21 000 Besucher kamen zu den Feldtagen 2010.Alle zwei Jahre im Juni wird in Deutschland ein Acker in ein landwirtschaftliches Ausstellungsgelände verwandelt. 2010 trafen sich 21 000 Landwirte in Springe bei Hannover, um die neuesten Entwicklungen der 300 Aussteller zu begutachten. Autonome Feldroboter, Energiepflanzen, neue Pflanzensorten, verbesserter Pflanzenschutz, effiziente Düngung oder die Chancen der Gentechnik – ein Muss für zukunftsorientierte Pflanzenbauprofis.

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Missionar in Sachen Landwirtschaft: Albertus Magnus

Albertus Magnus (ca. 1200 bis 1280) befasste sich in seinen Werken bereits mit Pflanzenschutz und Düngung.„Doctor universalis“ – dieser Ehrentitel charakterisiert den Dominikanermönch Albertus Magnus (ca. 1200 – 1280) absolut treffend. Er sammelte das Wissen seiner Zeit, ergänzte es durch eigene Erfahrungen und schrieb es auf. Mit seinen naturwissenschaftlichen Werken war er ein Wegbereiter einer ertragreicheren Landwirtschaft und damit des wirtschaftlichen Aufschwungs Mitteleuropas im Mittelalter.

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Jatropha – ein Multitalent wird erforscht

Jatropha-FrüchteEs klingt wie ein Traum: Dort, wo sich heute in Afrika über Hunderte von Kilometern ödes Land erstreckt, sollen schon in wenigen Jahren grüne Wälder aus Jatropha-Sträuchern und anderen genügsamen Ölpflanzen wachsen. Experten rechnen sogar damit, dass die Wüstenpflanze Jatropha bislang unfruchtbare Böden für den Anbau von Nahrungsmitteln nutzbar macht. Ob dies gelingt, untersuchen jetzt Wissenschaftler der Universität Hohenheim und Partner aus der Wirtschaft in einem Gemeinschaftsprojekt in Madagaskar.

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Phytophthora infestans: Lösung in Sicht

Die aus Schnecklingen isolierte Oxocrotonatfettsäure wurde auf Kartoffelblätter aufgesprüht (rechts), welche anschließend mit Sporen des Erregers der Kraut- und Knollenfäule infiziert wurden.Die Schnecklinge (Hygrophorus), das sind Pilze, die in heimischen Wäldern vorkommen, könnten möglicherweise helfen, eine der wichtigsten Krankheiten im Kartoffelanbau zu bekämpfen: die Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans). Am Leibniz-Institut für Biochemie in Halle (Saale) entdeckten Wissenschaftler in den Schnecklingen einen Wirkstoff, der bereits in sehr niedrigen Konzentrationen den Erreger der Kraut- und Knollenfäule abtötet.

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Vom Bannfluch bis zum Hightech-Produkt

Julius KühnGute Ernten, schlechte Ernten – das Wetter ist in der heutigen Zeit meistens das Zünglein an der Waage. Dank moderner Anbaumethoden mit gezieltem Pflanzenschutz und bedarfsgerechter Düngung können Landwirte heute deutlich mehr ernten als früher. Unsere Vorfahren konnten ihre Kulturen kaum gegen Krankheiten, Schädlinge und Unkräuter verteidigen. In ihrer Not versuchten die Menschen im Mittelalter, Schädlinge sogar mit Bannflüchen fern zu halten. Heute gibt es für viele Probleme maßgeschneiderte Lösungen. Diese sind dem Forscher- und Erfindergeist herausragender Persönlichkeiten zu verdanken. Einige stellen wir in unserer Serie „Meilensteine in der Geschichte des Pflanzenschutzes“ vor.

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Neue Reissorte widersteht Kälte

In manchen Regionen – wie hier in Nepal – können Kälteeinbrüche zur Sterilität der Reispflanzen führen. Eine neue Züchtung soll diesen Kältephasen widerstehen können.Unerwartete Kälteeinbrüche führen in Südkorea und China immer wieder zu drastischen Ernteausfällen. Ähnliches passierte im Dezember 2009 im indischen Staat Orissa und in Vietnam im Februar 2008. Da die Ertragssteigerungen in der Reisproduktion nicht mit dem Bevölkerungswachstum Schritt halten, soll eine kältetolerante Reissorte helfen, Ernten zu sichern. So könnten auch Anbaugebiete, die bislang nur als bedingt geeignet galten, für den Reisanbau genutzt werden. Reis ist das Grundnahrungsmittel für mehr als die Hälfte der Menschheit und macht in Asien 80 Prozent der gesamten Nahrung aus. 90 Prozent der weltweiten Reisernte wird von Kleinbauern und -bäuerinnen erzeugt. Weltweit größter Reisproduzent ist China.

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Pflanzenforschung erleben

Interessierte Besucher unterwegs im Schaugarten Üplingen„Pflanzenforschung erleben“ ist das Motto des Schaugartens Üplingen in der Magdeburger Börde. Hier erforschen Züchter und Wissenschaftler neue Pflanzen und präsentieren sie der Öffentlichkeit. Geschützt vor der Zerstörung durch Gentechnik-Gegner wachsen gentechnisch veränderte Kartoffeln, Zuckerrüben, Weizen und Mais heran. Interessierte Besucher sind im Schaugarten willkommen. Profil sprach mit Dr. Uwe Schrader, dem Mitbegründer und jetzt ehrenamtlichen Beiratsmitglied des Schaugartens Üplingen.

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Norman Borlaug ist tot

"Norman Ernest Borlaug, Vater der Grünen Revolution ..."Mit der Züchtung hochertragreicher Getreidesorten und der Einführung moderner Anbaumethoden hat der „revolutionäre“ Agrarforscher Norman Borlaug Millionen Menschen vor dem Verhungern bewahrt. Er setzte vor rund 50 Jahren die Entwicklung in Gang, die zwischen 1960 und 1990 zur Verdoppelung der weltweiten Nahrungsmittelproduktion geführt hat. 1970 erhielt er den Friedensnobelpreis mit der Begründung, er habe mehr als jeder andere Mensch seiner Zeit geholfen, die hungernde Welt mit Brot zu versorgen. Die Wahl wurde in der Hoffnung getroffen, so die Jury, dass die Bereitstellung von Brot der Welt Frieden gibt. Am 12. September 2009 ist der Sohn eines amerikanischen Farmers und Vater der Grünen Revolution im Alter von 95 Jahren gestorben.

Mehr zum Thema unter Friedensnobelpreisträger spricht sich für mehr Agrarforschung gegen globale Armut aus.

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