Profil Online — Magazin für Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Schädlingsbekämpfung und Biotechnologie

Rubrik

Der Sumpfschachtelhalm: Gift für Wiederkäuer, biologisch wertvoll im Sinne der Artenvielfalt

Im Gegensatz zum giftigen Sumpfschachtelhalm wurde der Ackerschachtelhalm auch als Heilpflanze genutztFür die Landwirtschaft zählt der Sumpfschachtelhalm zu den unerwünschten Pflanzen. Mit Blick auf die biologische Vielfalt sind Schachtelhalme anders zu betrachten: Sie zählen mit rund 375 Millionen Jahren zu den ältesten Gefäßsporenpflanzen der Welt. Den Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense), im Volksmund auch Zinnkraut genannt, nutzte man aufgrund seines Gehalts an Kieselsäure lange als Scheuermittel. Auch als Heilpflanze findet der Ackerschachtelhalm unter anderem aufgrund seiner harntreibenden Eigenschaften Verwendung. Der giftige Sumpfschachtelhalm (Equisetum palustre) bereitet vor allem den Wiederkäuern ernsthafte gesundheitliche Probleme.

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Russland - nun auch noch Heuschreckenplage

Gegen Heuschreckenplagen sprachen unsere Vorfahren in ihrer Not Bannflüche aus – ohne Erfolg. Wald- und Torfbrände, Dürreschäden und jetzt noch Heuschrecken! Rund 1,8 Millionen Hektar Getreidefläche werden seit Ende Mai von einer ungewöhnlich heftigen Heuschreckenplage heimgesucht. Milliarden von Insekten verwüsten die Felder in Süd-Russland an der Grenze zu Kasachstan. Ein Schwarm von gut einer Milliarde Tieren vertilgt etwa 1,5 Millionen Kilogramm Pflanzenmasse pro Tag. Bekämpft werden die Heuschrecken meist mit Insektiziden. Dem Gouverneur von Astrachan schwebt dagegen vor, die nahrhaften Insekten zu konservieren und als Delikatessen zu exportieren und an Restaurants zu verkaufen.

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Mutterkorn: ein giftiger Getreidepilz – früher gefürchtet, heute unter Kontrolle

Der gesetzliche Grenzwert für die Verunreinigung durch Mutterkorn liegt bei maximal 0,05 Gewichtsprozent.Schon fünf bis zehn Gramm Mutterkorn sind tödlich. Im Mittelalter war das noch nicht bekannt. Menschen, die es ahnungslos mit Brot oder anderen Nahrungsmitteln aus Roggen verzehrt hatten, erlitten schwere Vergiftungen. Das so genannte Antoniusfeuer ließ viele qualvoll dahinsiechen. Immer wieder kam es zu Todesfällen. Dass Vergiftungen heute sehr selten sind, hat mehrere Gründe: Neue Roggensorten sind weniger anfällig für den Pilz, Siebe und Scanner sortieren die Körner sorgfältig aus.

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Erdraupen und Drahtwürmer sind kaum zu stoppen

Drahtwürmer, die Larven des Schnellkäfers Agriotes sp., in einer Maispflanze.Erdraupen und Drahtwürmer haben in der Saatmaisvermehrung in Südbaden schwere Schäden angerichtet. Die Saatgutvermehrer fordern die Wiederzulassung der bewährten Neonicotinoid-Beizmittel. Die Fehler, die 2008 zum Bienensterben am Oberrhein und zum Ruhen der Zulassung geführt hatten, sind längst behoben, aber die Wiederzulassung lässt auf sich warten.

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Immer mehr Bettwanzen – auch in Europa

Befall unter einer MatratzeDer Bettwanzen-Albtraum in New York kann die Europäer keineswegs kalt lassen. Die im Dunkeln Blut saugenden Wanzen verstecken sich gern unbemerkt im Reisegepäck. Auf diesem Weg vergrößern sie auch hier zu Lande die Zahl ihrer Artgenossen. Diese ist in den letzten Jahren stark gestiegen. 2009 mussten beispielsweise in Berlin die Schädlingsbekämpfer 471 Mal ausrücken – mehr als doppelt so viele Einsätze wie 2007! In den USA wurden 2009 für die Bekämpfung der Insekten 260 Millionen Dollar ausgegeben. Da Bettwanzen in Deutschland nicht meldepflichtig sind, dürfte die Dunkelziffer hoch sein.

Alles rund um die Bettwanze und Bekämpfungsmaßnahmen unter Globalisierungsgewinnerin: Die Bettwanze

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Landwirtschaft und Biodiversität – Gegner oder Partner?

Das Buffet ist eröffnet: Störche hinter einem Schwadmäher.  Offensichtlich schätzen die geflügelten Gäste den „Service“ des LandwirtsDas Jahr 2010 ist das Internationale Jahr der Biodiversität, der Vielfalt der Arten und ihrer Lebensräume. Grund genug, den Blick auf eine spannungsreiche Beziehung zu richten: Biodiversität und Landwirtschaft. Sind sie Gegner oder Partner? Profil Online betrachtet in loser Folge, wo sich Landwirtschaft und Artenvielfalt berühren und worauf es ankommt, wenn Landwirtschaft und Biodiversität eine harmonische Beziehung eingehen sollen.

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Hitze stresst die Pflanzen und treibt die Lebensmittelpreise

Die Getreideernte wird 2010 deutlich geringer ausfallen als in Normaljahren. Spekulationen könnten die Preise zusätzlich nach oben treiben.

Hitze und vielerorts viel zu wenig Regen – das Sommerwetter setzt unseren Kulturpflanzen in diesem Jahr kräftig zu. Die Auswirkungen sind unterschiedlich. Während bei vielen Ackerkulturen Ertragseinbußen drohen, verkraften tief wurzelnde Obstbäume und Reben die Situation noch gut. Ob und wie stark die Preise für Lebensmittel steigen, hängt von der Witterung in den nächsten Wochen, den Erträgen im europäischen Ausland und den Spekulationen an den Märkten ab.

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Landwirtschaft erzeugt sichere Lebensmittel

Hier kann man unbedenklich zugreifen; Obst und Gemüse sind gesund.

Immer seltener führen Pflanzenschutzmittel-Rückstände im Obst, Gemüse und Getreide zu Beanstandungen durch die amtlichen Lebensmittel-Kontrolleure. Ein Trend, den die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) jetzt in ihrem Jahresbericht bestätigt hat. Danach wurden bei 96,5 Prozent der Produkte die zulässigen Höchstmengen eingehalten. Der Anteil rückstandsfreier Proben in der EU stieg im Berichtszeitraum (2008) von 52,7 Prozent im Vorjahr auf 62,1 Prozent, obwohl die Analysemethoden weiter verfeinert wurden.

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Giftraupen des Eichenprozessionsspinnern verursachen Schulschließung

Eichenprozessionsspinner.Hautausschläge und Asthmaanfälle können die Brennhaare der Raupen des Eichenprozessions- spinners auslösen. Sie dringen bis in die Städte vor, selbst bis auf Balkone. Im Rhein-Main-Gebiet wurden die Raupen nach dem Schlüpfen an bekannten „Brennpunkten“ mit einem biologischen Pflanzenschutzmittel bekämpft. In Kommunen rund um Frankfurt sind die Befallswerte in diesem Jahr gestiegen. Dort werden die Gespinstnester in den Bäumen abgesaugt. Im Norden Düsseldorfs musste im Juni ein Teil des Rheinuferwegs gesperrt und eine Grundschule geschlossen werden.

Was zu tun ist, wenn die Raupenprozessionen im Garten auftauchen, unter Vorsicht Raupen!

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Der Wald – ein tüchtiger Abgas-Schlucker

In Europa ist Detuschland das Holzland Nummer eins.Deutschlands Wälder speichern über 1,2 Milliarden Tonnen Kohlenstoff. Jedes Jahr werden zusätzliche 17 Millionen Tonnen Kohlendioxid aus der Atmosphäre gebunden. Darüber hinaus erspart die stoffliche und energetische Verwendung von Holz der Atmosphäre jedes Jahr etwa 31 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Der Wald und die Holzprodukte kompensieren jedes Jahr den CO2-Ausstoß von zwei Dritteln des deutschen PKW-Bestands.

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