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Apollofalter und Fetthenne wieder da
Der Apollofalter (Parnassius apollo) hat sich im Moseltal wieder
etabliert. Noch vor zehn Jahren war er fast völlig verschwunden. Nun
bevölkern er und seine Wirtspflanze Weiße Fetthenne (sedum album), die
Steilhänge der Untermosel. Pheromonfallen anstelle von Insektiziden und
die Wiederansiedlung der Fetthenne haben dazu beigetragen. Parnassius
apollo kommt in Deutschland neben der Mosel nur noch in der Schwäbischen
Alb und im Altmühltat vor.
Genetische Vielfalt der Reben erhalten
Der Startschuss fiel am 9. Juli 2010. Seitdem bietet die Deutsche Genbank Reben (DGR) die Möglichkeit, kostenlos historische Rebsorten in deutscher Sprache zu recherchieren. Derzeit werden die Daten noch eingepflegt, aber wenn die Genbank fertig ist, werden 2 500 Rebsorten mit etwa 5 000 Akzessionen (Mustern) aufrufbar sein. Die DGR will dazu beitragen, den genetischen Reichtum der alten Kulturpflanze Wein zu bewahren. Jeder Interessierte kann kostenlos Züchtungen erhalten.
Widerlegte mit Mikroskop die Urzeugung: Julius Kühn
Bis Mitte des 19. Jahrhunderts herrschte in Fachkreisen die Meinung vor, dass überirdische Kräfte („Urzeugung“) oder schwache Pflanzen („Konstitutionstheorie“) die Ursachen für Pflanzenkrankheiten seien. Julius Kühn (1825 – 1910) reichten diese Erklärungen nicht. Unter dem Mikroskop und in unzähligen Versuchen identifizierte er pilzliche und tierische Schaderreger. Sein großes Wissen gab er an seine Studenten weiter. Er gilt als Begründer des modernen agrarwissenschaftlichen Studiums.
Der Kleine Kohlweißling aus der Nähe betrachtet
Warum fühlen sich Kohlweißlinge vor allem von Kohlpflanzen magisch angezogen? Der Duft nach Senfölen, der von Inhaltsstoffen der Pflanzen ausgeht, lockt sie an. Senfölglukoside geben Kohlrabi, Wirsing und Weißkohl den typischen kräftigen Geschmack. Kohlweißlinge haben weiße Flügel mit einem oder zwei schwarzen Punkten. Ihre Raupen sind grün, etwa dreieinhalb Zentimeter lang und haben gelbe Seitenstreifen. Die Raupen fressen zunächst an den äußeren Blättern der Kohlpflanzen, bohren sich dann aber tief in die Kohlköpfe hinein und verschmutzen sie zu allem Überfluss mit ihrem Kot. Bei Landwirten und Gemüsebauern sind sie deshalb gefürchtet.
Missionar in Sachen Landwirtschaft: Albertus Magnus
„Doctor universalis“ – dieser Ehrentitel charakterisiert den
Dominikanermönch Albertus Magnus (ca. 1200 – 1280) absolut treffend. Er
sammelte das Wissen seiner Zeit, ergänzte es durch eigene Erfahrungen
und schrieb es auf. Mit seinen naturwissenschaftlichen Werken war er
ein Wegbereiter einer ertragreicheren Landwirtschaft und damit des
wirtschaftlichen Aufschwungs Mitteleuropas im Mittelalter.
Vom Bannfluch bis zum Hightech-Produkt
Gute Ernten, schlechte Ernten – das Wetter ist in der heutigen Zeit meistens das Zünglein an der Waage. Dank moderner Anbaumethoden mit gezieltem Pflanzenschutz und bedarfsgerechter Düngung können Landwirte heute deutlich mehr ernten als früher. Unsere Vorfahren konnten ihre Kulturen kaum gegen Krankheiten, Schädlinge und Unkräuter verteidigen. In ihrer Not versuchten die Menschen im Mittelalter, Schädlinge sogar mit Bannflüchen fern zu halten. Heute gibt es für viele Probleme maßgeschneiderte Lösungen. Diese sind dem Forscher- und Erfindergeist herausragender Persönlichkeiten zu verdanken. Einige stellen wir in unserer Serie „Meilensteine in der Geschichte des Pflanzenschutzes“ vor.
Lehrer lernen Landwirtschaft
"Auf Wiedersehen Bilderbuch-Romantik, willkommen Landwirtschaft heute." Im Jahr 2010 werden wieder Lehrerinnen und Lehrer die Landwirtschaft erkunden und verschiedene Betriebe besuchen. Die Exkursionen des Industrieverbands Agrar (IVA) und der Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft (FNL) richten sich an Fachleiter und ihre Referendare. Die Lehrenden lernen dabei moderne Methoden der Exkursionsdidaktik am Beispiel Landwirtschaft - Stallgeruch inklusive.
Naturwissenschaft hautnah - Schüler isolieren DNA aus einer Maissorte
Gesucht wird das Gen aus dem Bacillus thuringiensis, das eine Maissorte
vor verschiedenen schädlichen Insekten schützt. Dazu trennen die
Schüler im Labor des Wilhelm-Raabe-Gymnasiums in Hannover die
Erbsubstanz (DNA) einer gentechnisch veränderten Maissorte in einzelne
Bestandteile auf und machen so die Gene sichtbar. Das Gymnasium gehört
zum Modellprojekt HannoverGEN. Hier können Schüler in Schullaboren
wissenschaftlich und didaktisch betreut selbst experimentieren. Und die
Diskussion ethischer Fragen im Unterricht gehört dazu.
Mehr dazu unter HannoverGEN bringt Grüne Gentechnik in die Schule
HannoverGEN bringt Grüne Gentechnik in die Schule
Was ist überhaupt Grüne Gentechnik? Welche Vorteile soll der Anbau von
gentechnisch veränderten Pflanzen bringen? Sind damit Risiken verbunden
und wenn ja, welche? HannoverGEN informiert sachlich auf
wissenschaftlicher Basis über ein Reizthema. In Schullaboren werden
Schüler an die innovative Technik herangeführt. Im Unterricht setzen
sie sich mit den ethischen Aspekten dieser modernen Biotechnologie
auseinander. Die Projektverantwortlichen ziehen eine positive
Zwischenbilanz.
Zur Sache Schädling!
Geht es dem Menschen gut, profitiert auch der Schädling. Ein Kampf, der schon lange währt. Schädlinge bedrohen die menschliche Gesundheit und vernichten die Nahrung von Mensch und Nutztier. Gute Gründe für angehende Landwirte, sich mit Schädlingsbekämpfung auseinander zu setzen. Dabei legt der Autor Thomas F. Voigt mit seiner „Sachkunde Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft“ den Schwerpunkt auf die Vorbeugung Der Betrieb muss so geführt werden, dass Schädlinge nicht begünstigt werden.“ Mitdenken ist erwünscht. Fragen am Ende eines jeden Kapitels helfen bei der Kontrolle des Lernerfolgs.
