Apollofalter und Fetthenne wieder da
Der Apollofalter (Parnassius apollo) hat sich im Moseltal wieder etabliert. Noch vor zehn Jahren war er fast völlig verschwunden. Nun bevölkern er und seine Wirtspflanze Weiße Fetthenne (sedum album), die Steilhänge der Untermosel. Pheromonfallen anstelle von Insektiziden und die Wiederansiedlung der Fetthenne haben dazu beigetragen. Parnassius apollo kommt in Deutschland neben der Mosel nur noch in der Schwäbischen Alb und im Altmühltat vor.
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Apollofalter und Fetthenne wieder da
Der Apollofalter (Parnassius apollo) hat sich im Moseltal wieder
etabliert. Noch vor zehn Jahren war er fast völlig verschwunden. Nun
bevölkern er und seine Wirtspflanze Weiße Fetthenne (sedum album), die
Steilhänge der Untermosel. Pheromonfallen anstelle von Insektiziden und
die Wiederansiedlung der Fetthenne haben dazu beigetragen. Parnassius
apollo kommt in Deutschland neben der Mosel nur noch in der Schwäbischen
Alb und im Altmühltat vor.
Der Sumpfschachtelhalm: Gift für Wiederkäuer, biologisch wertvoll im Sinne der Artenvielfalt
Für die Landwirtschaft zählt der Sumpfschachtelhalm zu den unerwünschten Pflanzen. Mit Blick auf die biologische Vielfalt sind Schachtelhalme anders zu betrachten: Sie zählen mit rund 375 Millionen Jahren zu den ältesten Gefäßsporenpflanzen der Welt. Den Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense), im Volksmund auch Zinnkraut genannt, nutzte man aufgrund seines Gehalts an Kieselsäure lange als Scheuermittel. Auch als Heilpflanze findet der Ackerschachtelhalm unter anderem aufgrund seiner harntreibenden Eigenschaften Verwendung. Der giftige Sumpfschachtelhalm (Equisetum palustre) bereitet vor allem den Wiederkäuern ernsthafte gesundheitliche Probleme.
Das Franzosenkraut ist lästig, aber lecker
Das Franzosenkraut, auch als Knopfkraut bekannt, fühlt sich fast überall zuhause. Es ist nicht eben wählerisch, wächst an Straßen- und Feldrändern ebenso wie in Gärten und auf Äckern. Das Unkraut bevorzugt stickstoffreiche, lehmige Standorte. Da es keine Fröste mag und erst im Mai keimt, ärgert es vor allem die Anbauer von Zuckerrüben und Kartoffeln. Das Franzosenkraut hat allerdings auch eine andere Seite: Viele Köche lieben es, weil sich aus den Blättern des Kleinblütigen Knopfkrautes ein schmackhafter Salat zubereiten lässt.
Genetische Vielfalt der Reben erhalten
Der Startschuss fiel am 9. Juli 2010. Seitdem bietet die Deutsche Genbank Reben (DGR) die Möglichkeit, kostenlos historische Rebsorten in deutscher Sprache zu recherchieren. Derzeit werden die Daten noch eingepflegt, aber wenn die Genbank fertig ist, werden 2 500 Rebsorten mit etwa 5 000 Akzessionen (Mustern) aufrufbar sein. Die DGR will dazu beitragen, den genetischen Reichtum der alten Kulturpflanze Wein zu bewahren. Jeder Interessierte kann kostenlos Züchtungen erhalten.
Kartoffelzüchtung: Was ist besser? Tilling statt Gentechnik?
Das Züchtungsziel hieß amylosefreie Kartoffel, der Züchtungszweck ist
der Einsatz in der Herstellung von Papier, Textilien oder Klebstoffen.
Zwei Züchtungsmethoden führten zu diesem Ziel: Gentechnik und Tilling.
Mit der Tillingmethode sollen zukünftig zum Beispiel Tomaten
salztolerant und Sojabohnen dürreresistent, Erdbeeren länger haltbar
oder Tomaten gelb werden. Macht Tilling die umstrittene Gentechnik
überflüssig?
Kürbisse brauchen bei Hitze viel Wasser
Die Kürbispflanzen entwickeln sich prächtig. Es scheint, als könne man
ihnen beim Wachsen zuschauen. Auf dem Feld der Familie Lynders in
Niederkrüchten erreichen viele Kürbisranken nach wenigen Wochen bereits
mehr als einen Meter Länge. Im Schatten der großen Blätter gedeihen die
ersten Kürbisse.
Befall von Pflaumensägewespen eindämmen
Im Pflaumenanbau verursachen die Pflaumensägewespen immer wieder erhebliche Ausfälle. Die häufiger vorkommende Schwarze (Hoplocampa minuta) und die etwas seltenere Gelbe Pflaumensägewespe (Hoplocampa flava)
treiben ihr Unwesen vor allem im Frühjahr zur Blütezeit. Dann legen die
Insekten ihre Eier in die Kelchblätter. Die Larven entwickeln nach dem
Ausschlüpfen einen mächtigen Appetit. Sie höhlen die Fruchtknoten und
die Früchte von innen aus.
Russland - nun auch noch Heuschreckenplage
Wald- und Torfbrände, Dürreschäden und jetzt noch Heuschrecken! Rund 1,8
Millionen Hektar Getreidefläche werden seit Ende Mai von einer
ungewöhnlich heftigen Heuschreckenplage heimgesucht. Milliarden von
Insekten verwüsten die Felder in Süd-Russland an der Grenze zu
Kasachstan. Ein Schwarm von gut einer Milliarde Tieren vertilgt etwa 1,5 Millionen Kilogramm Pflanzenmasse pro Tag. Bekämpft werden die Heuschrecken meist mit Insektiziden. Dem Gouverneur von Astrachan schwebt dagegen vor, die nahrhaften Insekten zu konservieren und als Delikatessen zu exportieren und an Restaurants zu verkaufen.
Mutterkorn: ein giftiger Getreidepilz – früher gefürchtet, heute unter Kontrolle
Schon fünf bis zehn Gramm Mutterkorn sind tödlich. Im Mittelalter war das noch nicht bekannt. Menschen, die es ahnungslos mit Brot oder anderen Nahrungsmitteln aus Roggen verzehrt hatten, erlitten schwere Vergiftungen. Das so genannte Antoniusfeuer ließ viele qualvoll dahinsiechen. Immer wieder kam es zu Todesfällen. Dass Vergiftungen heute sehr selten sind, hat mehrere Gründe: Neue Roggensorten sind weniger anfällig für den Pilz, Siebe und Scanner sortieren die Körner sorgfältig aus.
Erdraupen und Drahtwürmer sind kaum zu stoppen
Erdraupen und Drahtwürmer haben in der Saatmaisvermehrung in Südbaden
schwere Schäden angerichtet. Die Saatgutvermehrer fordern die
Wiederzulassung der bewährten Neonicotinoid-Beizmittel. Die Fehler, die
2008 zum Bienensterben am Oberrhein und zum Ruhen der Zulassung geführt
hatten, sind längst behoben, aber die Wiederzulassung lässt auf sich
warten.
