Der Sumpfschachtelhalm: Gift für Wiederkäuer, biologisch wertvoll im Sinne der Artenvielfalt
Für die Landwirtschaft zählt der Sumpfschachtelhalm zu den unerwünschten Pflanzen. Mit Blick auf die biologische Vielfalt sind Schachtelhalme anders zu betrachten: Sie zählen mit rund 375 Millionen Jahren zu den ältesten Gefäßsporenpflanzen der Welt. Den Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense), im Volksmund auch Zinnkraut genannt, nutzte man aufgrund seines Gehalts an Kieselsäure lange als Scheuermittel. Auch als Heilpflanze findet der Ackerschachtelhalm unter anderem aufgrund seiner harntreibenden Eigenschaften Verwendung. Der giftige Sumpfschachtelhalm (Equisetum palustre) bereitet vor allem den Wiederkäuern ernsthafte gesundheitliche Probleme.
-
Schrift

- Kontrast

Genetische Vielfalt der Reben erhalten
Der Startschuss fiel am 9. Juli 2010. Seitdem bietet die Deutsche Genbank Reben (DGR) die Möglichkeit, kostenlos historische Rebsorten in deutscher Sprache zu recherchieren. Derzeit werden die Daten noch eingepflegt, aber wenn die Genbank fertig ist, werden 2 500 Rebsorten mit etwa 5 000 Akzessionen (Mustern) aufrufbar sein. Die DGR will dazu beitragen, den genetischen Reichtum der alten Kulturpflanze Wein zu bewahren. Jeder Interessierte kann kostenlos Züchtungen erhalten.
Das Franzosenkraut ist lästig, aber lecker
Das Franzosenkraut, auch als Knopfkraut bekannt, fühlt sich fast überall zuhause. Es ist nicht eben wählerisch, wächst an Straßen- und Feldrändern ebenso wie in Gärten und auf Äckern. Das Unkraut bevorzugt stickstoffreiche, lehmige Standorte. Da es keine Fröste mag und erst im Mai keimt, ärgert es vor allem die Anbauer von Zuckerrüben und Kartoffeln. Das Franzosenkraut hat allerdings auch eine andere Seite: Viele Köche lieben es, weil sich aus den Blättern des Kleinblütigen Knopfkrautes ein schmackhafter Salat zubereiten lässt.
Kürbisse brauchen bei Hitze viel Wasser
Die Kürbispflanzen entwickeln sich prächtig. Es scheint, als könne man
ihnen beim Wachsen zuschauen. Auf dem Feld der Familie Lynders in
Niederkrüchten erreichen viele Kürbisranken nach wenigen Wochen bereits
mehr als einen Meter Länge. Im Schatten der großen Blätter gedeihen die
ersten Kürbisse.
Kartoffelzüchtung: Was ist besser? Tilling statt Gentechnik?
Das Züchtungsziel hieß amylosefreie Kartoffel, der Züchtungszweck ist
der Einsatz in der Herstellung von Papier, Textilien oder Klebstoffen.
Zwei Züchtungsmethoden führten zu diesem Ziel: Gentechnik und Tilling.
Mit der Tillingmethode sollen zukünftig zum Beispiel Tomaten
salztolerant und Sojabohnen dürreresistent, Erdbeeren länger haltbar
oder Tomaten gelb werden. Macht Tilling die umstrittene Gentechnik
überflüssig?
